Lektorat und Schlusskorrektur: Das i-Tüpfelchen für dein Manuskript
Hallo ihr Lieben,
wer ein eigenes Buch schreibt, steckt viel Herzblut in jede einzelne Seite. Doch bevor ein Manuskript gelayoutet wird, wartet ein wichtiger Zwischenschritt: der Feinschliff am Text.
Wir werden im Verlagsalltag öfter gefragt: „Was passiert da eigentlich genau? Genügt es nicht, wenn jemand nur die Rechtschreibung prüft?“
Dazu bringen wir mit diesem Beitrag ein bisschen Licht ins Dunkel und erklären euch, warum Lektorat und Schlusskorrektur zwei verschiedene Paar Schuhe sind – und wie wir im Fellow Verlag das handhaben.
Lektorat: Die Arbeit am Herzschlag des Buches
Das Lektorat ist der nächste große handwerkliche Schritt, sobald ein Manuskript fertig ist. Hier schaut man sich den Textinhalt aus der Vogelperspektive an. Es geht um das große Ganze:
- Logik & Spannungsbogen: Ergibt die Handlung insgesamt Sinn? Gibt es logische Fehler? Zieht sich die Geschichte an manchen Stellen oder verfliegt die Spannung zu schnell?
- Stil & Tonalität: Passt die Wortwahl zum Genre und zur Zielgruppe? Außerdem spürt ein Lektor jede Wortdoppelung auf, die sich beim Schreiben eingeschlichen hat.
- Struktur & Lesbarkeit: Wir gestalten die optimale Struktur. Dazu gehört auch das Ausarbeiten von spannenden Zwischenheadlines und packenden Zitaten, die den Text optisch auflockern und den Leser weiter neugierig machen.
- Fachliche Richtigkeit: Da unsere Bücher oft Fachliteratur sind, klopfen wir die Inhalte penibel auf ihre Richtigkeit ab. Schließlich sollen sich unsere Leser zu 100 % auf die Tipps verlassen können!
- Rechtssicherheit: Gleichzeitig haben wir die rechtliche Seite im Blick – wir prüfen zum Beispiel, ob Quellen richtig angegeben sind, damit alles absolut wasserdicht ist und man beruhigt veröffentlichen kann.
Gut Ding will Weile haben: Ein ordentliches Lektorat braucht seine Zeit. Es ist ein kreativer Reifeprozess – ein Buch lässt sich nicht über Nacht auf Hochglanz polieren ...
Wie wir das im Fellow Verlag leben: Ein gutes Lektorat verändert niemals die Stimme des Autors. Es sorgt vielmehr dafür, dass die Geschichte im besten Licht erstrahlt! Uns ist der enge, vertrauensvolle Austausch mit den Autoren extrem wichtig. Jedes Buch hat seine eigene Seele:
Bei unserem Kinderbuch »Timba und die Suche nach dem Glück« haben wir im Lektorat ganz besonders darauf geachtet, dass die Sprache altersgerecht, bildhaft und einfühlsam ist.
Bei Büchern wie »ReBELLion« verbinden sich emotionale Geschichten mit echtem Fachwissen. Hier darf und soll es auch mal frech, mutig und unkonventionell klingen, während im Hintergrund die harten Fakten stimmen.
Schlusskorrektur: Der Blick aufs Detail
Wenn das Thema, der Stil, die Fachangaben und die Struktur im Lektorat perfekt auf den Punkt gebracht wurden, folgt die Schlusskorrektur. Hier wird nicht mehr am Inhalt gedreht, sondern rein auf die formalen Regeln der deutschen Sprache geschaut.
- Der Fokus: Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung (die berühmt-berüchtigten Kommas) und einheitliche Schreibweisen.
- Das Ziel: Ein Text, der fehlerfrei ist und sich flüssig lesen lässt, damit kein Stolperstein stört.
Schon bei unserer ersten Verlagsveröffentlichung »Hundemenschen« war diese Detailarbeit wichtig. Die Autorin hat für das Werk 15 unterschiedliche Persönlichkeiten interviewt und beim Schreiben feinfühlig jedem einzelnen Lebensweg seine eigene Sprache und Dynamik gelassen. Beim Lektorat galt es, die unterschiedlichen, authentischen Erzählstile liebevoll zu bewahren und trotzdem ein harmonisches Gesamtwerk zu schaffen – die Schlusskorrektur hat dem Ganzen dann den letzten, fehlerfreien Schliff verliehen.
Ein gelungenes Gesamtwerk
Ein Buch wird erst durch das Zusammenspiel von Autor, Lektorat und Schlusskorrektur zu einem echten Lieblingsschmöker. Weil wir unseren Fellow Verlag mit ganz viel Herz und Leidenschaft führen, ist dieser Schaffensprozess für uns keine Fließbandarbeit, sondern ein gemeinsamer Weg, den wir Hand in Hand mit unseren Autoren gehen.
Alles Liebe
Steffi & Kati

